Dummy
Magazine ÖSTERREICH No. 63

In collaboration with Lo Breier
Art Direction / Graphic Design / Typographie / Illustration

Das Sezieren einer Nation

Das Dummy Magazine gilt als die radikale Alternative zum journalistischen Mainstream. Für die Ausgabe No. 63 übernahmen Lo Breier und ich die gesamte Heftgestaltung zum Schwerpunktthema „Österreich“. Ziel war es, die visuelle Identität des Heftes so zu konstruieren, dass sie die tiefsitzenden Widersprüche unseres Nachbarlandes widerspiegelt – jenseits aller Alpen-Klischees.

Zwischen Ekel und Empathie


Mein gestalterischer Ansatz war eine bewusste Gratwanderung. Ich entwickelte die visuellen Aufmacher und Trenner der einzelnen Strecken als provokante Ankerpunkte. In einem intensiven Prozess sichtete ich Unmengen an Bildmaterial und recherchierte pointierte Zitate, welche die Quintessenz der Beiträge auf den Punkt brachten. Entstanden ist eine Ästhetik, die sich Österreich mit einer Mischung aus sezierender Distanz und unerwarteter Empathie nähert.

Design als journalistische Tugend


Die Gestaltung von Dummy versteht sich als Widerstand gegen die optische Unterforderung. In enger Abstimmung mit dem Verlag setzten wir auf:

Typografische Schärfe:


Eine Textführung, die den gesellschaftskritischen Ton der Autoren unterstützt.

Visuelle Provokation:


Illustrationen und Bildstrecken, die keine „Dutzendware“ sind, sondern Denkanstöße liefern.

Inhaltliche Dichte:


Ein Verzicht auf alarmistische Schnellschüsse zugunsten einer tiefen, gestalterischen Durchdringung des Themas.

Über das Dummy Magazine

Gegründet als Gegenentwurf zum Themen-Einerlei, setzt das Dummy Magazin auf die Arbeit engagierter Autoren, Fotografen und Illustratoren. Jedes Heft widmet sich einem einzigen Thema mit maximaler Intensität und hat den Anspruch, gesellschaftlich relevante Diskurse qualitäts- und lustvoll neu zu besetzen.

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